Allgemeine Informationen

Beitragsseiten
allgemeine Informationen
Allgemeine Informationen
Alle Seiten

Weil oftmals bei Patienten mit Schmerzen in unterschiedlichen Abschnitten der Wirbelsäule mit den bisherigen Methoden der Diagnostik keine ausreichende Erklärung für die Ursache der Schmerzen gefunden wird, gehört der Umgang mit medizinisch ungeklärten oder zweifelhaften Symptomen und Schmerzerkrankungen zum Alltag der schmerztherapeutischen Tätigkeit von PAIN.DE© . Einen Ausweg aus diesem diagnostischen und therapeutischen Dilemma bietet in hervorragender Art und Weise die Spinale Endoskopie. Damit wollen wir dem Schmerzgeplagten helfen, seine Schmerzursache zu identifizieren und zu behandeln, um ihm eine verbesserte Lebensqualität zu ermöglichen.

Der alltäglichen Auffassung, dass bei chronischen Schmerzgeschehen eine weitere Diagnostik nicht notwendig sei, ist zu widersprechen. Richtig ist, dass gerade diese Überzeugung die Entwicklung der Schmerzkrankheit herausfordert und für den Patienten eine tragische Folge bedeutet. Unsere klinischen Ergebnisse zeigen eindeutig, dass bei einer Vielzahl von chronischen Rücken-Schmerzpatienten doch noch eine somatische Schmerzursache wie z.B. schmerzrelevante chronische Entzündungsprozesse, Radikulopathien, Adhäsionen, Fibrosen, Sequester als Erklärung für ihr Schmerzleiden gefunden werden konnte, die eine entsprechende erfolgreiche Therapie nach sich zog. Die endoskopische Identifizierung sakraler, lumbaler, thorakaler als auch zervikaler pathologisch-anatomischer Strukturen und die Durchführung von Gewebeprobeentnahmen (Biopsie) Anfertigen von Abstrichen, Entnahme von Spülflüssigkeiten sowie die Realisierung eines Schmerzprovokationstests zur Schmerzbeurteilung sind von einer exzellenten Relevanz.

Bei Patienten mit unklaren rückenmarksnahen Schmerzsyndromen kann z.B. durch einen unter endoskopischen Bedingungen ausgeführter Laser-Schmerz-Provokations-Test überprüft werden, inwieweit pathologisch-anatomische Strukturen wie u. a. Adhäsionen, Fibrosierungen sowie ausgeprägtes Narben- bzw. Granulationsgewebe für den betroffenen Schmerzpatienten eine tatsächliche Schmerzrelevanz besitzt.


Durch die Verwendung spezieller miniaturisierter flexibler Endoskope sind nach unseren klinischen Erfahrungen endoskopische Inspektionen vom Sakral- bis in den Halswirbelbereich des Patienten in exzellenter Weise möglich. Mit Hilfe eines professionellen Spinalen Endoskopie-Management können Prozeduren wie z. B. Platzierung von Kathetern (epidural, intrathekal) sowie Implantation von Elektroden zur Spinal-Cord-Stimulation(SCS) oder Radiofrequenztherapie unter direkter endoskopischer Sicht, bei anatomisch problematischer Passage oder wenn bei radiologisch gestützten interventionellen Verfahren z. B. eine Katheterplatzierung nicht möglich oder für den Patienten zu risikoreich ist, eingesetzt werden. Weiterhin sind eine endoskopisch gestützte und gezielte topische Pharmakotherapie betroffener Nervenwurzeln oder anderer schmerzrelevanter Regionen, Durchführung von Biopsien, Laser-Adhäsiolysen, mikrochirurgisches Lösen schmerzrelevanter Fibrosen und Fremdkörperentfernungen als schmerztherapeutischen Indikationen zu nennen.

Die lumbale, thorakale und zervikale Spinale Endoskopie hat sich bei uns zu einem wichtigen Bestandteil der Diagnostik und Therapie rückenmarksnaher Schmerzsyndrome entwickelt und wird deshalb vorrangig im Sinne von „first line“ eingesetzt. Um einer programmierten Schmerz-Chronifizierung rechtzeitig zu begegnen, ist die Festlegung eines frühen Zeitpunkts für die endoskopische Schmerzdiagnostik bzw. eine endoskopisch gestützte rückenmarksnahe Intervention von entscheidender Bedeutung. Weil eine unkritische Fortführung konservativer unwirksamer Therapiemaßnahmen einschließlich einer Opioidtherapie die Gefahr einer Schmerzchronifizierung oder auch Sucht in sich birgt. Deshalb ist eine Neubewertung und Einordnung sowohl diagnostischer als auch neuromodulativer Verfahren in ein intelligentes, interdisziplinäres und multimodales Schmerztherapiekonzept für Patienten mit rückenmarksnahen Schmerzsyndromen eine folgerichtige strategische Aufgabe der Schmerzmedizin. Basierend auf die ausschließlich positiven klinischen Erfahrungen und Ergebnisse mit dem PAIN.DE- Endoskopie-Management bei mehr als 2000 Schmerzkranken, verbunden mit einer hohen Patientenzufriedenheit, stellt die Spinale Endoskopie ein äußerst effizientes und, bei qualifizierter Handhabung, auch ein sicheres Verfahren zur endoskopischen Diagnostik und Therapie rückenmarksnaher Schmerzsyndrome dar.

Die umfangreichen klinischen Erfahrungen und die positive Therapieergebnisse sowie eine hohe Patientenzufriedenheit berechtigen zu der Aussage, dass eine endoskopische Diagnostik(Spinale Endoskopie) im Bereich der Wirbelsäule, einschließlich ihrer operativen Möglichkeiten, ein sicheres, effizientes und vor allem zukunftsorientiertes Verfahren in der Speziellen Schmerzmedizin darstellt. Grundsätzlich sollte die Spinale Endoskopie zur Diagnostik und/oder Therapie rückenmarknaher Schmerzsyndrome in ein interdisziplinäres schmerztherapeutisches multimodales Gesamtkonzept eingebunden werden.